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Hier das Wichtigste von slowly sideways in Kurzfassung:

-Unsere Demonstrationsfahrten sind streng nicht-sportlich und unterliegen damit auch nicht der aktuellen Sportgesetzgebung.

-Es kann eine technische Abnahme geben, es geht dabei aber weniger um Abgas - oder Lärmvorschriften als vielmehr um einen Mindeststandart an Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs. Auch Fahrerlizenzen sind nicht erforderlich.

-Während der Veranstaltung können Fahrer, Beifahrer und Autos getauscht werden und Teile der Strecke ausgelassen werden wenn technische Probleme dies erfordern.

-Die Fahrzeuge müssen ordnungsgemäß straßenverkehrsversichert sein, aktuelle Helme sind auf den Wertungsprüfungen Vorschrift ebenso wie feuerfeste Overalls moderneren Datums. Bitte in jedem Fall die unterschiedlichen Vorschriften der jeweiligen übergeordneten Veranstalter beachten und befolgen.

-Zugelassen sind Rallyeautos die "bedeutende internationale Geschichte" geschrieben haben und vom Zuschauer als solche wiedererkannt werden.

-Zugelassen sind Nachbauten und Originale bis einschließlich 1986. Ab Baujahr 1987 (Gruppe A, Super1600, WRC, etc.) sind nur originale Werkswagen startberechtigt, Ausnahmen können in Einzelfällen gemacht werden.

-Die zugelassenen Fahrzeuge müssen in restauriertem und gepflegten Zustand sein.

-In Optik und Technik müssen sie den geschichtlichen Vorbildes entsprechen was durch eingesendete Photos überprüft wird.

-Private Sponsoren sind nicht willkommen.

 

Haben Sie sich einmal gefragt, was mit all den schönen Rallyeautos geschehen ist, die früher einmal Glanz und Glorien errungen haben, mit den Legenden der Rallyepisten vergangener Tage. Wo sind sie geblieben? Was machen sie heute?

Der Werdegang eines schönen Werkswagen der siebziger Jahre ist folgender: Mit viel Liebe und Mühe in zahllosen Stunden Handarbeit von Spezialisten aufgebaut, wird er bei Weltmeisterschaftsrallyes von einem der Starpiloten gefahren. Um allerdings Ausfällen durch Materialermüdung vorzubeugen, wird er alsbald durch ein neues Auto ersetzt. Auch lässt die Karosse nach vielen tausend Kilometern auf schlechtem Schotter nach und wird weich. Das ausgediente stolze Rallyeauto dient dann in seiner zweiten Lebensphase als Test- und Trainingsauto für noch einige Monate dem Werk und wird mit möglichst wenig Pflege noch heftig ge(oder miss-)braucht.

Dann kommt der dritte Lebensabschnitt. Er wird vom Werk an einen guten Tuner oder Importeur verkauft, der das Auto in seiner heimischen Meisterschaft einsetzt. Das dauert oft nur eine Saison, dann muss ein neuer her. Der alte kommt dann in seine vierte Lebensphase und wird vom Importeur an einen engagierten Privatfahrer verkauft, der seinerseits wiederum zahlreiche Rallyes damit fährt.

Sollte unser ehemals stolzer Werkswagen nicht schon längst um einen Baum gewickelt worden sein oder sich mehrfach überschlagend einen Berg herunter gekugelt haben, um somit endgültig in der Schrottpresse zu landen, so folgt die fünfte Phase in seinem Leben. Er wird an einen anderen Amateurfahrer verkauft, also von oben immer weiter nach unten gereicht, bis sich nichts mehr bewegt.

Aber trotzdem haben einige Autos überlebt und haben ihre Liebhaber gefunden, die sie restaurieren und konservieren. Diese haben sich organisiert und zu der Interessengemeinschaft "slowly sideways" zusammengefunden. Alle Boliden sind fahrende Geschichtsbücher des Rallyesports, alles Einzelstücke, die mit viel Liebe am Laufen gehalten werden. Ersatzteile gibt es schon seit Jahren keine mehr. Trotzdem sehen die Besitzer nicht den Sinn ihres Hobbies darin, ein Einzelstück in der Garage stehen zu haben, sondern möchten dieses auch fahren und zwar am liebsten dort, wo sich diese Autos auch wohl fühlen, nämlich auf abgesperrten, kurvenreichen Sonderprüfungen mit möglichst wenig Schotter, um die Autos nicht von unten sandzustrahlen.

Diese Fahrzeuge sind zu schade, um damit ernsthaften Sport zu betreiben. Somit fahren sie als Vorauswagen der Rallyes lediglich eine reine Demonstrationsfahrt, ohne sportlichen Anspruch und Wertung nach Bestzeiten. Die Fahrer sind oft ohne professionelle Beifahrer unterwegs, einige fahren auch ohne Aufschrieb. Die Stars sind hier nur die seltenen Autos, nicht die Piloten.

Die PS - Boliden der wilden Gruppe B-Zeit sind mit am Start, Fahrzeuge, die 1986 kurzfristig verboten werden mussten, weil sie zu schnell und zu gefährlich wurden. Sie bilden Auswüchse einer Zeit, die der Ingenieurskunst noch freien Lauf ließ. Damals, zu Zeiten des legendären Audi Quattro, war der Allradantrieb noch in seinen Kinderschuhen und wie sagte Björn Waldegard einmal treffend. "Alle diese Gruppe B Autos hatten kein Handling, sie taugten nur zum Beschleunigen und Bremsen." Bei uns können diese Monster auch von Nicht-Profis in Würde gefahren werden. Genießen Sie die Reise durch die Geschichte, die Formen von gestern, den Sound vergangener Tage.